Beratung, Finanzen und vieles mehr

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Beratung, Finanzen und die Geschichte einer Wandlung zum Besseren

Beratung, Finanzen und Löwe-Finanz aus Wuppertal - das passt zusammen. An dieser Stelle geben wir Ihnen einen Einblick darüber, wie sich das Tätigkeitsfeld der Finanzberatung verändert hat.
In den letzten 40 Jahren haben sich die Strukturen der Finanzwelt mehr gewandelt als vorher in Jahrhunderten. Sieht man etwa 50 Jahre zurück, so war die Finanzwelt in Deutschland für den privaten Verbraucher sehr überschaubar. Arbeitnehmer besaßen ein Postscheckkonto oder ein Girokonto bei einer Sparkasse oder auf dem Land bei einer Raiffeisenbank und ein Sparbuch. Viele zahlten in einen Bausparvertrag und einen Sparvertrag. Bezahlt wurde überwiegend bar, selbst die Miete. Auch Kreditkarten waren in Deutschland praktisch unbekannt. Wer privat einen Verbraucherkredit aufnahm, vermied es darüber zu sprechen. Baufinanzierungen bestanden für gewöhnlich aus dem Bausparvertrag, einer Hypothek und den staatlichen Förderkrediten. Das Versicherungsgeschäft wurde streng getrennt vom Bankwesen durch firmengebundene Vertreter betrieben. Freie Versicherungsmakler gab es zwar schon, aber diese betreuten vor allem die gewerbliche Kundschaft.

Zwei Hochzinsphasen veränderten die Lage grundlegend. Auch der Normalverbraucher wollte sich möglichst hohe Zinsen für lange Zeit sichern und fand nun in der Bank den Weg zum Anlageberater. Das Anlegerverhalten änderte sich von Grund auf, nie vorher und nie nachher wurden mehr Depotkonten eröffnet als in diesen Jahren. Vor allem festverzinsliche Wertpapiere und nicht handelbare Bankschuldverschreibungen standen hoch in der Gunst des Publikums. Aktien wurden vom deutschen Publikum genau wie Fondsanteile kaum gekauft, was bei Aktien auch daran lag, dass sie steuerlich für die meisten Privatanleger nicht interessant schienen. Nicht einmal die heute so beliebten offenen Immobilienfonds schienen dem Publikum damals attraktiv.

Beratung zu Finanzen bei den Banken

Nachdem sich die Zinsen wieder beruhigt hatten, sahen sich die Anlageberater in den Banken Kunden gegenüber, die zinssensibel geworden waren, die plötzlich die bestmöglichen Konditionen suchten. Vermögende Anleger ließen sich von ihren Steuerberatern in großem Umfang in Steuersparmodelle locken, die oft genug wirtschaftlich bedenklich waren und nicht selten schon auf mittlere Frist mehr Verluste brachten als Nutzen. Mitte der 80er Jahre ergänzten Versicherungsmakler und auch Gebrauchtwagenhändler, Kredithaie und Lottoannahmestellen ihr Firmenschild um den Begriff Finanzberatung und verkauften Kredite und Versicherungen, was zunächst zwangsläufig ein mehr als fragwürdiges Image der Branche zur Folge hatte. Gleichzeitig fand eine technische Revolution statt: die erste Selbstbedienungsbank eröffnete in allen deutschen Großstädten Filialen. Dort konnte man an Terminals Überweisungen tätigen und Festgeldkonten einrichten. Der Kundenkontakt fand überwiegend per Post statt. Der entscheidende Schritt in Richtung anonymer Bankverkehr und damit auch hin zum Verlust der persönlichen Bindung an eine Bank war getan.

Die Banken mit Privatkundengeschäft reagierten auf die Herausforderung zunächst mit sogenannten Allfinanzkonzepten. Der Anlageberater bot außer Wertpapieren nun auch Versicherungen an und da er oft genug schlecht in dieser Materie geschult war, er auch nur die konzerneigenen Produkte zur Verfügung hatte, litt die Kundenzufriedenheit zunächst stark.

Richtlinien zur Finanzberatung

Europaweit nahm die Zahl der Problemfälle in der Finanzberatung so stark zu, dass sich die Europäische Kommission Anfangs der 90Jahre gezwungen sah, zwei Richtlinien zur Finanzberatung zu erlassen, die der deutsche Gesetzgeber 2002 in nationales Recht umsetzte. Der damals geschaffene rechtliche Rahmen für die Ausübung beratender Tätigkeiten im Finanzbereich hat sich bewährt und gilt, 2013 ergänzt, nahezu unverändert fort.

Zunächst wurden die Bundesämter für das Kreditwesen, den Wertpapierhandel und die Versicherungsaufsicht zusammengelegt und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gegründet. Das Kreditwesengesetz wurden um die Finanzdienstleister und das Wertpapierhandelsgesetz um ein Beraterregister ergänzt. Wer für eine Bank oder ein Finanzdienstleistungsunternehmen wie die Löwe-Finanz beratend tätig ist, muss Sachkunde und Zuverlässigkeit nachweisen und in ein Beraterregister bei der BaFin eingetragen werden. Beschwerden über den Berater müssen an die Behörde gemeldet werden und werden dort in einer Datenbank gespeichert. Die Behörde hat das Recht, in besonderen Fällen ein Berufsverbot auszusprechen.

Tätigkeitsbereiche des Finanzberaters

Weitere bedeutsame Regelungen für die Finanzberatung finden sich in der Gewerbeordnung.
Nach einer Gesetzesreform 2013 definiert diese einzelne Tätigkeitsbereiche des Finanzberaters und unterscheidet den

  • Finanzanlagenvermittler
  • Honorar-Finanzanlagenberater
  • Versicherungsvermittler oder Versicherungsberater
  • Immobiliardarlehensvermittler
  • Honorar-Immobiliardarlehensberater.

Der Finanzanlagenvermittler unterscheidet sich vom Honorar-Finanzanlagenberater dadurch, dass seine Dienstleistung für den Kunden kostenlos ist, da er im Falle des Verkaufs eines Bankprodukts eine Provision erhält. Honorar-Finanzanlagenberater dürfen keine Provisionen annehmen, erhalten daher ein zu vereinbarendes Beratungshonorar und eine Tätigkeit als Finanzanlagenvermittler schließt eine Tätigkeit als Honorar-Finanzanlagenberater aus und umgekehrt. Gleiches gilt für den Immobiliardarlehensvermittler und den Honorar-Immobiliardarlehensberater. Alle oben genannten gewerblichen Tätigkeiten sind genehmigungspflichtig und werden in Registern erfasst (siehe Impressum der Löwe-Finanz).

Beratung, Finanzen und Löwe-Finanz aus Wuppertal

In der Praxis darf man davon ausgehen, dass ein freier Finanzberater wie Löwe-Finanz nie das zweifellos vorhandene Eigeninteresse über das Kundeninteresse stellt, da sein Geschäftserfolg vor allem auf der langfristigen Zusammenarbeit mit der Kundschaft beruht.
Finanzanlagenvermittler müssen sich im übrigen jährlich prüfen lassen und den Prüfbericht der Aufsichtsbehörde einreichen.

Seit der Reformen des Finanzmarktes 2002 und 2013 wächst der Marktanteil der Finanzdienstleister stetig und dies ist zweifellos auch ein Erfolg der Reformen, die das Gewerbe auf eine solide Grundlage gestellt haben. Finanzberatung ist nie nur Anlageberatung, sondern auch immer Finanzplanung und Zukunftssicherung. Nur die unabhängige Finanzberatung kann die private Vermögensvorsorge individuell ausrichten und konzernunabhängig die besten Angebote für ihre Kundschaft sichern.

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